Luxusurlaub in Mailand für 300 Euro – und jede Menge Bonuspunkte dazu

Wie genau lässt sich eine Reise planen, die möglichst viele Flugmeilen und Hotelpunkte bringt? Betrachten Sie die Sache einfach wie ein Puzzle, das Sie Stück für Stück zusammensetzen. Für den Anfang benötigen Sie nur den gewünschten Reisezeitraum und eventuell ein Land, in dem Sie Ihren First Class-Urlaub verbringen möchten.

Das beste Hotel zum günstigsten Preis finden

Für dieses Beispiel lege ich spontan den Reisezeitraum 11. bis 14. Juli fest. Haben Sie das erledigt, rufen Sie die Seite der Hotelkette auf, bei der Sie Punkte sammeln. In meinem Fall ist das Hilton Honors. Geben Sie das gewünschte Reisedatum und ein Land ein, um verfügbare Hotels anzeigen zu lassen. Die Trefferliste sortieren Sie nach dem günstigsten Preis.

Meine Wahl fiel auf das Hilton Garden Inn nahe dem Flughafen von Mailand. Der günstigste Preis für eine Nacht in diesem Hotel, das mit sehr guten Bewertungen glänzen kann, lag bei 56 Euro. Weil ich ordentlich Punkte sammeln will, wählte ich aber die Option „Doppelte Punkte“ und bezahlte 70 Euro pro Nacht. Macht insgesamt 210 Euro, inklusive Steuern und Gebühren. Frühstück und kostenloses WLAN erhalte ich als Inhaber des Gold-Status gratis. Ein kostenloser Shuttle-Service vom und zum Flughafen ist ebenfalls mit dabei.

Flugroute und Beförderungsklasse festlegen

Nach dem Auswählen einer günstigen und gleichzeitig luxuriösen Unterkunft versuchen Sie eine ähnliche Methode beim Flug. Das Ziel ist auch hier in der höchstmöglichen Beförderungsklasse zu reisen, dabei möglichst viele Bonuspunkte zu sammeln und dafür einen möglichst niedrigen Preis zu bezahlen.

Bei Expedia fand ich einen Flug mit Lufthansa von München nach Mailand und wieder zurück in der Business Class für 347 Euro, inklusive Steuern und Gebühren. Die Flugzeiten sind angenehm, ich kann bei diesem Anbieter zwischen mehreren Flugzeiten auswählen. Flüge in der First Class fand ich bei Expedia für diese Strecke nicht.

 

flug-expedia

 

In der Übersicht verrät Expedia noch einiges mehr. Der Reisevermittler möchte mich in die Buchungsklasse P setzen. Auf innereuropäischen Flügen ist das die billigste Buchungsklasse innerhalb der Business Class, dementsprechend wenig Punkte wirft sie ab. Lufthansa bezahlt pauschal 750 Meilen für die einfache Strecke, insgesamt könnten Sie 1.500 Flugmeilen sammeln. Wo Sie innerhalb Europas hinfliegen, spielt dabei keine Rolle, Sie müssen nur eine Grenze überschreiten. Hätte mir Expedia die Buchungsklasse C, D oder J zugewiesen, könnte ich auf dem genau gleichen Flug 4.000 Meilen sammeln.

Sehr übel sieht es auch bei den erhobenen Steuern und Gebühren aus. Der Hin- und Rückflug kostet eigentlich nur 182 Euro. Es werden aber zusätzlich 163 Euro an Steuern und Gebühren draufgeschlagen. Für dieses Zeug bezahlen Sie fast genauso viel wie für den Flug. Viel zu viel für meinen Geschmack.

expedia-übersicht

 

Ein paar Euro können Sie mit Skyscanner sparen. Dort wird der exakt gleiche Hin- und Rückflug für 329 Euro angeboten. Flugzeiten, Fluggesellschaft und die Buchungsklasse sind hier absolut identisch.

skyscanner

Wie sieht es aus, wenn der Flug mit Miles & More-Sammelpunkten bezahlt wird? Lufthansa verlangt für den Hin- und Rückflug 25.000 Meilen, hinzu kommen Gebühren in Höhe von 101 Euro.

meilen-businessflug

 

Ich habe genug Meilen auf dem Konto, um den Flug damit zu bezahlen. Die gesamten Reisekosten belaufen sich damit auf 311 Euro. Nicht viel für einen Urlaub deluxe.

Das Bezahlen mit Meilen hat allerdings einen gravierenden Nachteil. Auf diesem Flug können keine neuen Meilen gesammelt werden. Um möglichst schnell Punkte zu sammeln, können Sie sich beim Payback-Sammelprogramm anmelden. Dort gesammelte Punkte werden 1:1 in Miles & More-Prämienmeilen umgewandelt. Besonders attraktiv bei Payback sind die Angebote für Zeitschriftenabos. Über die Payback-App wurde mir vor kurzem ein 12-Monate-Abo der TV-Zeitschrift Hörzu angeboten, das 10.000 Paybackpunkte bringt und 106 Euro kostet. Nehmen Sie zwei solche Angebote und dazu noch ein kleineres wahr, das 5.000 Punkte bringt, bezahlen Sie für den Business-Flug nach Mailand ungefähr 250 Euro. Hinzu kommen die Steuern und Gebühren. Hier zeigt sich, dass sich das Bezahlen mit Meilen häufig nur bei Langstreckenflügen und steuerfreien Inlandsflügen lohnt.

Exklusiv für Sie: Hilton Honors Gold-Status plus 10.000 Bonuspunkte plus eine freie Übernachtung

In den USA können Sie mit der passenden Kreditkarte blitzschnell Sonderprivilegien in Hotels und bei Fluggesellschaften erhalten. Hier in Deutschland ist eigentlich nur die Hilton HHonors Visa Card interessant, mit der Sie sofort den Gold-Status mit zahlreichen Sonderprivilegien erhalten. Ich packe noch ein Sahnehäubchen oben drauf: Wie wäre es, wenn Sie zusätzlich zum Gold-Status noch 10.000 Hilton Honors Punkte – und damit eine kostenlose Übernachtung in einem Hilton-Hotel dazu geschenkt bekommen?

Genau diese Möglichkeit möchte ich Ihnen hier und jetzt anbieten. Füllen Sie einfach das Formular aus und klicken Sie auf „Absenden“. Ich erhalte dann eine Email, in der Sie mir erlauben Sie als Interessenten für die Hilton HHonors Visa Card zu werben. Diese Visa-Karte kostet 49 Euro im Jahr, den Gold-Status und 10.000 Hilton Honors Punkte bekommen Sie kostenlos dazu.

Kontakt

Hier Ihren Vor- und Nachnamen eintragen

Hier Ihre Mailadresse eintragen



Die Anwerbung für die Hilton Honors Visa Card meinerseits erfolgt unverbindlich. Sie erhalten eine Mail von Hilton Honors und entscheiden sich erst dann für oder gegen die Kreditkarte. Ob Ihnen mein Angebot tatsächlich echten Nutzwert bringt, können Sie natürlich nur durch einen Blick auf die Zahlen beurteilen.

Was genau bringt der Gold-Status bei Hilton?

Als Inhaber des Gold-Status genießen Sie die folgenden Privilegien:

  • 25 % mehr gutgeschriebene Punkte und damit eine höhere Rendite beim Eintauschen
  • Kostenloses Upgrade auf die nächsthöhere Zimmerkategorie (gilt nur in Hotels der Marke Hilton Hotels & Resorts, Double Tree by Hilton, Conrad Hotels & Resorts, Waldorf Astoria und Curio)
  • Kostenloses Frühstück (in Hotels der Marke Conrad, Hilton, Double Tree und Curio)
  • 5 Prämien-Übernachtungen zum Preis von 4
  • Kostenloser Zugang in Fitness-Center und Health-Clubs

Eine Übernachtung in einem Hotel der Hilton-Kette kostet durchschnittlich 100 Euro. In manchen Hotels dieser Kette können Sie für 50 Euro schlafen, in anderen kostet die Nacht mehrere tausend Euro. Wie bei jedem Punkte-Sammelprogramm sollten Sie auch bei Hilton Honors möglichst wenig für Punkte bezahlen und sie später möglichst teuer wieder einlösen.

Hier und jetzt 3.951 Euro sparen

Gehen wir vom durchschnittlichen Preis (100 Euro) für eine Übernachtung aus, kostet der Gold-Status bei Hilton 4.000 Euro. Das Regelwerk schreibt 40 Übernachtungen für das Erreichen des Gold-Status vor, Sie bezahlen somit 40 mal 100 Euro. Ein wenig nach unten drücken können Sie die Ausgaben, indem Sie sich den Gold-Status nur in den günstigsten Hilton-Hotels erschlafen. In diesem Fall bezahlen Sie 40 mal 50 Euro, macht insgesamt 2.000 Euro.

Alternativ beantragen Sie die Hilton HHonors Visa Card, bezahlen dafür 49 Euro und erhalten damit ebenfalls den Gold-Status. Damit sparen Sie gegenüber dem offiziell empfohlenen Weg 3.591 Euro beziehungsweise 1.951 Euro, wenn Sie immer nur in den günstigsten Hilton-Hotels geschlafen haben, um die Anforderungen zu erfüllen.

Zusätzlich erhalten Sie bei der Methode Kreditkarte noch 10.000 Hilton Honors Sammelpunkte, die Sie gegen eine, bestenfalls zwei freiee Übernachtungen, eintauschen können. Realistisch ist eine Freinacht, denn gute Hotels, in denen Sie für 5.000 Punkte übernachten können, gibt es nur selten. Am leichtesten finden Sie solche Hotels in Südostasien.

Die maximale Rendite herausholen

Beim Eintauschen von geammelten Hotel-Bonuspunkten sollten Sie immer den Wert eines einzelnen Punktes berücksichtigen. Kaufen Sie Punkte bei Hilton, kosten 10.000 Punkte 100 US-Dollar. Übernachten Sie gratis in einem Hotel, in dem eine Nacht 100 US-Dollar kostet, haben Sie Ihre Währung 1:1 eingetauscht. Deutlich mehr Rendite erzielen Sie, wenn Sie ein Hotel finden, indem eine Nacht deutlich mehr als 100 Euro kostet – und für 10.000 Sammelpunkte angeboten wird.

Wie bei allen Sammelprogrammen lohnt sich auch hier das Abonnieren des Newsletters, weil er Sie rechtzeitig über Sonderaktionen informiert. Hin und wieder verkauft Ihnen Hilton die Punkte günstiger, in der Regel bezahlen Sie bei solchen Aktionen etwa 55 US-Dollar für 10.000 Punkte. Lösen Sie diese günstig gekauften Punkte in einem Hotel ein, in dem die Nacht deutlich mehr als 100 Euro kostet, haben Sie richtig fetten Gewinn gemacht.

Ich gebe meine Sammelpunkte nur in Hotels der absoluten Spitzenklasse aus. Die erlesensten Hotels innerhalb der Hilton-Hotelkette sind Waldorf Astoria und die Conrad Hotels & Resorts. Das sind die Orte, an denen Sie dank Ihrer Sammelpunkte wie ein Filmstar leben können ohne dabei viel Geld auszugeben.

Weitere Tipps zum Hilton Honors Sammelprogramm finden Sie in meinem Buch „Low Cost Jetset – Die Kunst wie ein Filmstar zu reisen ohne dabei viel Geld auszugeben“.

buch lowcost jetset

korsika

Kostenlos auf einer Privatinsel mit Spa übernachten und dazu Sonderprivilegien in zahlreichen Hotels erhalten

Sie lieben individuellen Charme und privaten Luxus, den die großen Hotelketten nicht bieten können? Dann ist möglicherweise das Angebot von Small Luxury Hotels etwas für Sie. Das ist ein Verband, in dem sich zahlreiche kleine, meistens privat geführte Luxushotels mit wenigen Zimmern zusammengeschlossen haben. Um mit den großen Konzernen konkurrieren zu können, bieten sie ein eigenes Punkte-Sammelprogramm an – mit einem ganz besonderem Kennenlern-Bonus. Sie erhalten dort zur Zeit den zweithöchsten Status „Lovely“ geschenkt. Wie Sie diesen Status optimal nutzen und welche Vorteile er Ihnen bringt, zeige ich in diesem Beitrag.

Sonderprivilegien zum Nulltarif

Um den kostenlosen Status „Lovely“ bei Small Luxury Hotels zu erhalten, besuchen Sie diese Webseite und füllen das Formular aus. Haben Sie Ihren Account angelegt, besitzen Sie für ein Jahr Ihren Sonderstatus mit allen Privilegien. Besondere Bedingungen gibt es nicht. Übernachten Sie innerhalb dieses Jahres ein einziges Mal in einem Hotel, das zu Small Luxury Hotels zählt, verlängert sich der Sonderstatus um ein weiteres Jahr. Schlafen Sie fünf Nächte in einem der Hotels, erhalten Sie den nächst höheren Status „Honoured“. Der bringt aber keinen nennenswerten Mehrwert.

Mit dem Status „Lovely“ erhalten Sie die folgenden Sonderprivilegien:

  • Günstigere, nur für Mitglieder verfügbare Zimmerpreise
  • Kostenlose Upgrades auf die nächsthöhere Zimmerkategorie (falls verfügbar)
  • Kostenfreies Frühstück für zwei Personen
  • Kostenfreier Late-Checkout

Die kleinen Luxushotels haben alle ihren eigenen Charme, oft legt der Hotelbesitzer noch ein kleines Extra oben drauf. Ich selbst habe immer gute Erfahrungen gemacht, wenn ich in einem Haus von Small Luxury Hotels übernachtet habe. Noch ein Hinweis: Sind Sie bei den Sammelprogrammen „Avios“ von Britisch Airways oder „Asia Miles“ angemeldet, können Sie neben freien Übernachtungen zusätzlich Meilen für Prämienflüge sammeln. Geben Sie das einfach bei der Anmeldung an.

Das Ziel: Eine eigene Privatinsel

Die Zimmerpreise bewegen sich bei Small Luxury Hotels zwischen 50 und 1.000 Euro pro Nacht. Der Trick besteht darin, sich freie Übernachtungen in den günstigsten Hotels zu sichern und diese in den teuersten Unterkünften einzulösen. Ich zeige das am Beispiel einer extrem luxuriösen Privatinsel mit eigenem Spa-Bereich.

Das anvisierte Ziel ist die zu Korsika zählende Insel Cavallo. Sie liegt in der Straße von Bonifacio zwischen Korsika und Sardinien. Um diese Insel zu buchen, suchen Sie auf der Seite von Small Luxury Hotels nach dem HÔTEL & SPA DES PÊCHEURS. Vom korsischen Festland (Plantarella) fährt täglich ein Boot zur Insel. Alternativ können Sie sich auch vom Flughafen Figaro aus mit dem Hubschrauber hinfliegen lassen.

 

Weil das Beste gerade noch gut genug ist, entscheiden wir uns für eine Übernachtung im Privilege-Zimmer mit Meerblick. Die Kosten: 600 Euro pro Nacht. Das mit dem Lovely-Status erhaltene kostenlose Frühstück bringt Ihnen hier leider nichts, weil ein solches im Zimmerpreis inbegriffen ist. Das ist einer der wenigen Kritikpunkte, die ich am geschenkten Lovely-Status habe. Viele der bei Small Luxury Hotels aufgeführten Unterkünfte bieten von vorneherein ein Gratis-Frühstück an. Wozu dann einen Status mit Sonderprivilegien halten?

 

 

Gratis-Übernachtung sichern

Wie kommen Sie nun zu Ihrer Gratisübernachtung? Zunächst müssen wir einen Blick in das Regelwerk des Bonusprogramms werfen. Dort steht, dass fünf „qualifizierte Aufenthalte“ notwendig sind, um eine Gratisnacht zu erhalten. So ein qualifizierter Aufenthalt muss über die Webseite von Small Luxury Hotels gebucht werden. Ansonsten sind die Regularien relativ locker im Vergleich zu anderen Bonusprogrammen. Es ist sogar möglich fünf Nächte in einem bestimmten Hotel einzeln zu buchen. Jede einzelne Nacht zählt dann als Aufenthalt. Allerdings ist bei dieser Methode das tägliche Aus- und wieder Einchecken nervig.

Noch eine Regel stört: Die Gratisnacht darf nur in einem Zimmer der Kategorie „Standard“ verbracht werden und die Status-Privilegien gelten nicht. Weil die Super-Luxussuiten selten ausgebucht sind, verhilft eventuell ein freundliches Lächeln an der Rezeption und ein „zufällig“ fallen gelassener 10 Euro-Schein zu einem Upgrade. Das liegt dann aber am Hotelpersonal, eine Garantie, dass es klappt, gibt es nicht.

Was Sie nun benötigen, sind fünf Übernachtungen in einem möglichst günstigen Hotel. Auf Korsika ist so etwas leider kaum zu finden. Im Regelwerk steht aber auch, dass der Voucher für die Gratisnacht zwölf Monate lang gültig ist. Sie könnten eine kleine Deutschlandtour oder eine Reise nach Italien oder Holland machen und dabei fünfmal in möglichst günstigen Hotels schlafen, die wohlgemerkt immer noch zur Luxusklasse zählen. Nach Korsika fahren Sie dann ein paar Monate später und schlafen nur auf der Privatinsel.

Im Blick behalten sollten Sie auch immer die Rendite. Die günstigen Übernachtungen kosten Sie insgesamt 250 Euro (5 x 50). Dafür erhalten Sie eine Übernachtung im Wert von 600 Euro. Das ist der 2,4-fache Wert.

Je teurer das Hotel ist, in dem Sie Ihre Gratisnacht verbringen, desto höher ist der Wert, den Sie für die bezahlten günstigen Nächte erhalten. Kostet ein Hotel 1.000 Euro pro Nacht und haben Sie sich diese Nacht mit fünf Übernachtungen im Wert von 250 Euro gesichert, erhalten Sie etwas, das viermal soviel wert ist. Bei einem Hotel in der Super-Ultra-Luxusklasse macht es auch nichts wenn Sie „nur“ im Standard-Zimmer schlafen. Diese Räumlichkeitist immer noch größer und luxuriöser als die Präsidentensuite in einem etwas kleineren Hotel.

Möchten Sie einen solchen Aufenthalt zusätzlich mit einem supergünstigen First Class-Flug krönen, schauen Sie sich mein Buch „Low Cost Jetset – Die Kunst wie ein Filmstar zu reisen ohne dabei viel Geld auszugeben“ an. Sie werden es nicht bereuen.

buch lowcost jetset

Wie Sie den Preis für Lufthansa First Class-Flüge um bis zu 80 % drücken können

Lufthansa First Class Flüge sind exorbitant teuer. Mit einem simplen Trick erhalten Sie die Tickets aber um bis zu 80% günstiger. Auf einigen Strecken fliegen Sie tatsächlich für weniger als 1.000 Euro First Class. Dafür müssen Sie beim buchen nur einen kleinen Umweg über „LifeMiles“, einem Vielfliegerprogramm der südamerikanischen Fluggesellschaft Avianca, gehen.

Den Flugpreis bei Lufthansa ermitteln

Angenommen, Sie möchten am 1. Juni 2017 One-Way von München nach Dubai fliegen. Ein passabler First Class-Flug auf dieser Strecke kostet bei Lufthansa 5.568 Euro. Es gibt ein paar günstigere Angebote, die haben aber entweder unzumutbare Abflug- und Ankunftszeiten oder Sie sind dank zahlreicher Zwischenstopps ewig unterwegs.

 

lh-dubai

 

Es handelt sich hier um einen Flex-Tarif, der in etwa den Regelungen des Avancia LifeMiles-Sammelprogramms entspricht. Über diese ebenfalls zur Star Alliance zählende Fluglinie versuchen wir nun den gleichen First Class-Flug günstiger zu bekommen. Dazu rufen Sie einfach die Webseite von Avancia Life Miles ein und suchen dort nach dem gleichen Flug. Dabei gibt es aber – speziell bei Lufthansa-Flügen – einen kleinen Haken: Sie können First Class-Flüge mit dieser Fluggesellschaft nur für die jeweils nächsten zwei Wochen buchen. Geben Sie ein weiter in der Ferne liegendes Reisedatum ein, behauptet die Webseite, dass der Flug ausverkauft ist und lässt Sie nicht buchen.

Muss es nicht unbedingt Lufthansa sein, wählen Sie einfach eine andere Fluggesellschaft. Flüge mit Thai Airways beispielsweise können Sie mehrere Monate im Voraus buchen. Die Ersparnis ist ähnlich hoch wie bei Lufthansa.

Kosten des Fluges bei Avancia ermitteln

Vergleichen wir nun den bei Lufthansa ermittelten Flugpreis mit Avancia. Diese Fluggesellschaft verwendet ein zonenbasiertes Modell, Sie können in einer Tabelle sehen, wieviele Meilen Sie für einen bestimmten Flug in einer bestimmten Beförderungsklasse bezahlen müssen. Wie Sie hier sehen, kostet ein First Class Flug von Europa in den Mittleren Osten mit Lufthansa 69.000 LifeMiles-Sammelpunkte.

 

avancia-punkte

 

Die müssen Sie nicht zwingend erliegen, Sie können die Punkte auch direkt kaufen. Das Eingeben von genau 69.000 Punkten klappte im Test leider aufgrund der schlechten Bedienbarkeit der Webseite nicht. Es war aber durch Anklicken möglich ein Paket mit 50.000 Punkten für 1.650 US-Dollar plus zwei weitere Pakete mit jeweils 10.000 Punkten für 660 US-Dollar zu kaufen.

avancia-punktekauf

 

Mit dieser Methode würden Sie insgesamt 2.310 US-Dollar für das First Class-Ticket bezahlen, das sind umgerechnet etwa 2.127 Euro. Bei Lufthansa bezahlen Sie 5.568 Euro für das Flugticket, Sie haben sich also mehr als die Hälfte des offiziellen Flugpreises gespart.

Den Flugpreis noch weiter drücken

Ich habe Ihnen aber 80 % versprochen. Dafür müssen Sie etwas längerfristig planen und ein wenig flexibel sein. Wie jedes Vielfliegerprogramm hat auch Life Miles einen Newsletter, der über Sonderangebote beim Punktekauf informiert. Der normale Preis für eine gekaufte Meile beträgt 3,3 US-Cent, im Rahmen der Sonderaktionen, die mehrmals im Jahr stattfinden, können Sie den Preis für eine Meile auf 1,32 US-Cent drücken.

Sammeln Sie Ihre Punkte über die Sonderaktionen, würden Sie für die benötigten 69.000 Punkte nur 910,80 US-Dollar bezahlen. Das sind umgerechnet 838,78 Euro. Noch tiefer lässt sich der Preis für einen First Class-Flug im Wert von 5.568 Euro beim besten Willen nicht drücken. In Prozent ausgedrückt, haben Sie etwa 85 % vom offiziellen Reisepreis eingespart.

Besonderheiten bei Avancia Life Miles

Gerade bei Lufthansa-Flügen ist die Ersparnis extrem hoch, wenn Sie über das Life Miles-Programm von Avancia buchen. Sie können diese Strategie aber auch auf die anderen zur Star Alliance zählenden Fluggesellschaften übertragen. Sollte Ihnen der First Class-Flug immer noch zu teuer sein, führen Sie diesen Trick mit einem Business-Class-Flug durch. Die ist bei Lufthansa auch sehr gut und komfortabel.

Ein paar Dinge, die das Buchen von Flügen auf Avancia Life Miles betreffen, sollten Sie noch wissen:

  • Wie bereits erwähnt, können Sie Lufthansa First Class-Flüge nur für die jeweils nächsten zwei Wochen buchen. Bei allen anderen Fluggesellschaften gibt es diese Einschränkung nicht.
  • Sie können keine gemischten Beförderungsklassen buchen. Es ist nicht möglich beispielsweise einen Zubringer-Flug in der Economy Class und einen anschließenden First Class-Flug zu buchen.
  • Die Verfügbarkeit von Lufthansa First Class-Flügen ist auf Avancia Life Miles nicht gerade sensationell. Rechnen Sie damit, eventuell eine Woche früher oder später fliegen zu müssen.
  • Machen Sie einen sehr weiten Bogen um das Call-Center und buchen Sie nur, was auf der Webseite verfügbar ist. Die Mitarbeiter im Call-Center sind langsam und inkompetent.

Beachten Sie diese paar Punkte, steht Ihrem extrem günstigen Flug in der First Class nichts mehr im Weg. Weitere Tipps finden Sie in meinem Buch „Low Cost Jetset – Die Kunst wie ein Filmstar zu reisen ohne dabei viel Geld auszugeben“.

buch lowcost jetset

wlan-flughafen

Nie Wieder Ohne WLAN Am Flughafen Abhängen

Als Urlaubsfreak kennst du das bestimmt. Du sitzt am Flughafen, wartest auf das Boarding und checkst noch schnell deinen Status auf Facebook oder WhatsApp. Praktisch jeder Flughafen bietet dafür inzwischen kostenloses WLAN an, allerdings musst du dich jedes Mal umständlich anmelden. Eleganter – und vor allem ohne deine persönlichen Daten preiszugeben – surfst du mit den Benutzernamen und Passwörtern, die das Flughafenpersonal für die Hotspots eingerichtet hat.

Eine große Reisehacker-Community sammelt solche Login-Daten und trägt sie auf einer Google Maps-Karte ein.

Klicke auf die Karte, um sie vergrößert in einem neuen Tab zu öffnen. Klickst du auf einen der angezeigten Flughäfen, erfährst du zum Beispiel, dass du dich am Hamburger Flughafen in das WLAN-Netz HAM AIRPORT LOUNGE mit dem Passwort HAMLounge einloggen und eine Stunde kostenlos surfen kannst.

Der Trick klappt leider nicht bei allen Flughäfen. Bei dem von Luxemburg steht nur „Free wifi“. In so einem Fall hat entweder die Community noch keine Login-Daten herausgefunden oder es handelt sich um einen werbefinanzierten Internet-Zugang, den du ohne Anmeldung nutzen kannst.