Luxusurlaub in Mailand für 300 Euro – und jede Menge Bonuspunkte dazu

Wie genau lässt sich eine Reise planen, die möglichst viele Flugmeilen und Hotelpunkte bringt? Betrachten Sie die Sache einfach wie ein Puzzle, das Sie Stück für Stück zusammensetzen. Für den Anfang benötigen Sie nur den gewünschten Reisezeitraum und eventuell ein Land, in dem Sie Ihren First Class-Urlaub verbringen möchten.

Das beste Hotel zum günstigsten Preis finden

Für dieses Beispiel lege ich spontan den Reisezeitraum 11. bis 14. Juli fest. Haben Sie das erledigt, rufen Sie die Seite der Hotelkette auf, bei der Sie Punkte sammeln. In meinem Fall ist das Hilton Honors. Geben Sie das gewünschte Reisedatum und ein Land ein, um verfügbare Hotels anzeigen zu lassen. Die Trefferliste sortieren Sie nach dem günstigsten Preis.

Meine Wahl fiel auf das Hilton Garden Inn nahe dem Flughafen von Mailand. Der günstigste Preis für eine Nacht in diesem Hotel, das mit sehr guten Bewertungen glänzen kann, lag bei 56 Euro. Weil ich ordentlich Punkte sammeln will, wählte ich aber die Option „Doppelte Punkte“ und bezahlte 70 Euro pro Nacht. Macht insgesamt 210 Euro, inklusive Steuern und Gebühren. Frühstück und kostenloses WLAN erhalte ich als Inhaber des Gold-Status gratis. Ein kostenloser Shuttle-Service vom und zum Flughafen ist ebenfalls mit dabei.

Flugroute und Beförderungsklasse festlegen

Nach dem Auswählen einer günstigen und gleichzeitig luxuriösen Unterkunft versuchen Sie eine ähnliche Methode beim Flug. Das Ziel ist auch hier in der höchstmöglichen Beförderungsklasse zu reisen, dabei möglichst viele Bonuspunkte zu sammeln und dafür einen möglichst niedrigen Preis zu bezahlen.

Bei Expedia fand ich einen Flug mit Lufthansa von München nach Mailand und wieder zurück in der Business Class für 347 Euro, inklusive Steuern und Gebühren. Die Flugzeiten sind angenehm, ich kann bei diesem Anbieter zwischen mehreren Flugzeiten auswählen. Flüge in der First Class fand ich bei Expedia für diese Strecke nicht.

 

flug-expedia

 

In der Übersicht verrät Expedia noch einiges mehr. Der Reisevermittler möchte mich in die Buchungsklasse P setzen. Auf innereuropäischen Flügen ist das die billigste Buchungsklasse innerhalb der Business Class, dementsprechend wenig Punkte wirft sie ab. Lufthansa bezahlt pauschal 750 Meilen für die einfache Strecke, insgesamt könnten Sie 1.500 Flugmeilen sammeln. Wo Sie innerhalb Europas hinfliegen, spielt dabei keine Rolle, Sie müssen nur eine Grenze überschreiten. Hätte mir Expedia die Buchungsklasse C, D oder J zugewiesen, könnte ich auf dem genau gleichen Flug 4.000 Meilen sammeln.

Sehr übel sieht es auch bei den erhobenen Steuern und Gebühren aus. Der Hin- und Rückflug kostet eigentlich nur 182 Euro. Es werden aber zusätzlich 163 Euro an Steuern und Gebühren draufgeschlagen. Für dieses Zeug bezahlen Sie fast genauso viel wie für den Flug. Viel zu viel für meinen Geschmack.

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Ein paar Euro können Sie mit Skyscanner sparen. Dort wird der exakt gleiche Hin- und Rückflug für 329 Euro angeboten. Flugzeiten, Fluggesellschaft und die Buchungsklasse sind hier absolut identisch.

skyscanner

Wie sieht es aus, wenn der Flug mit Miles & More-Sammelpunkten bezahlt wird? Lufthansa verlangt für den Hin- und Rückflug 25.000 Meilen, hinzu kommen Gebühren in Höhe von 101 Euro.

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Ich habe genug Meilen auf dem Konto, um den Flug damit zu bezahlen. Die gesamten Reisekosten belaufen sich damit auf 311 Euro. Nicht viel für einen Urlaub deluxe.

Das Bezahlen mit Meilen hat allerdings einen gravierenden Nachteil. Auf diesem Flug können keine neuen Meilen gesammelt werden. Um möglichst schnell Punkte zu sammeln, können Sie sich beim Payback-Sammelprogramm anmelden. Dort gesammelte Punkte werden 1:1 in Miles & More-Prämienmeilen umgewandelt. Besonders attraktiv bei Payback sind die Angebote für Zeitschriftenabos. Über die Payback-App wurde mir vor kurzem ein 12-Monate-Abo der TV-Zeitschrift Hörzu angeboten, das 10.000 Paybackpunkte bringt und 106 Euro kostet. Nehmen Sie zwei solche Angebote und dazu noch ein kleineres wahr, das 5.000 Punkte bringt, bezahlen Sie für den Business-Flug nach Mailand ungefähr 250 Euro. Hinzu kommen die Steuern und Gebühren. Hier zeigt sich, dass sich das Bezahlen mit Meilen häufig nur bei Langstreckenflügen und steuerfreien Inlandsflügen lohnt.

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